Das IFB auf der it’s a book 2026
Jedes Jahr findet in Leipzig die größte Buchmesse im deutschsprachigen Raum statt. Vom 19. bis 22. März öffnet sie ihre Tore auf dem Leipziger Messegelände. Das Institut für Buchgestaltung war ebenfalls zu Gast in Leipzig – doch das eigentliche Ziel war die Hochschule für Grafik und Buchkunst, die mit der ›it’s a book‹ jährlich ein eigenes Event für Indie-Publishing veranstaltet.
Die ›it’s a book‹ gibt es schon seit 2010 an der HGB. Sie dient als Treffpunkt für unabhängige Verlage und Publikationsprojekte und gibt mit einem begleitenden Symposium immer wieder neue Impulse zu diesem Thema. Das diesjährige Motto – ›it’s a book, money low, funny though‹ – dreht sich vor allem um Unabhängigkeit. »Wie werden autonome Projekte initiiert, finanziert und aufrechterhalten? Welche Strukturen ermöglichen sie – und wo beginnen Abhängigkeiten?«, schreiben die Initiator:innen dazu. Dazu befragen sie vor allem auch Akteur:innen aus der unabhängigen Musik- und Verlagsbranche. Die Ergebnisse der Interviews kommen schließlich als ›Mixtape‹ zusammen. Vertreten sind darauf unter anderem Gudrun Gut und Mark Reeder.
Das IFB war eines von circa 80 Verlagen, Publikationsprojekten und Initiativen, die sich im historischen Lichthof der HGB zusammengefunden haben. Der Austausch zwischen den Ausstellenden ist dabei immer wieder ein Highlight. Man sieht bekannte Gesichter und tauscht sich über schöne Bücher und Magazine aus. Das IFB hatte dieses Mal auch neue Titel für Leipzig dabei. Mit dem Magazin für Zukunftsgestaltung »Now What?!« stellen sie sich die Frage, wie die Zukunft der Gestaltung aussehen kann und wie man zwischen Idealen und Realität den passenden Weg finden kann – und sind dabei ganz nah am Thema der Messe. Außerdem wurde der Bericht zu einer Exkursion in den Süden Chinas von Studierenden der Hochschule Bielefeld mit dem Titel »West Meets East« vorgestellt. Auch digitales Publishing spielte mit der frisch veröffentlichten 14. Ausgabe des GUM Magazins für konzeptionelles Gestalten eine Rolle: Diese Ausgabe wurde als Symbiose aus analogem Magazin und digitaler Plattform konzipiert und lässt sich am Bildschirm lesen.
Das Team des IFB konnte neben den vielen Eindrücken auf der ›it’s a book‹ auch am Vortag einen Teil der Leipziger Buchmesse miterleben. Ein volles Wochenende also, an dem sich alles ums Publizieren dreht. Die Resonanz auf die neuen Publikationen war gut, und die Studierenden konnten neue Inspirationen sammeln – und gehen mit einigen neuen Errungenschaften wieder nach Hause.
Betreuung des Messestands Luna Schreiber, Lars Vieth, Carlotta Fuchs, Leo Heermann